

Das KulturCafé möchte mit einem vielseitigen Programm die kreative Landschaft der Kulturstadt Rottweil bereichern. Es soll eine Begegnungsstätte für die Menschen vor Ort, Künstler aus der Region und Kreative aus der ganzen Welt entstehen. Das weite Spektrum der kulturellen Veranstaltungen reicht von Jazz über Kammermusik, bis hin zu szenischen oder lyrischen Darbietungen. Besonders möchte das KulturCafé kreative Projekte mit improvisierter oder selbstkomponierter Musik fördern, von renommierten Künstlern oder jungen Talenten. Etwa im zwei Monatsrhythmus wird übers Jahr ein kuratiertes Programm geboten.
Livtor e.V.
Set 1: Duo Quantum Entanglement | KulturCafé
Lucia Schiller – piano, composition
Pat Beutler – drums
Das Duo Quantum Entanglement spielt mit der Gratwanderung zwischen Freiheit und Verantwortung. Soviel Freiraum im Duo gewonnen wird, soviel mehr Verantwortung muss jeder Einzelne tragen.
Die Zweiheit, besonders in einer eher unkonventionellen Besetzung wie Klavier und Schlagzeug, bringt die Befreiung von Konventionen und Rollen mit sich und gleichzeitig bekommt jeder Ton, jede Geste eine größere Bedeutung, sie kann nur noch als das genommen werden, was sie ist.
Lucia Schillers musikalische Ideen bewegen sich häufig entweder im Jazzidiom oder im Gestus der abendländischen Musik, dieses Duo bietet den Raum, in welchem alles stattfinden kann. Wenn zwei sich gegenüberstehen, kann alles gesagt werden und es entsteht zwangsweise ein Zusammenklang, ob als Unterhaltung oder als Nebeneinander.
Set 2: Tobias Krüger Quartett
Tobias Krüger – altsax, Lucia Schiller – piano, Kevin Knödler – bass, Pat Beutler – drums
Das Quartett um den Altsaxophonisten Tobias Krüger aus Brandenburg, mit Lucia Schiller am Klavier, Pat Beutler am Schlagzeug und Kevin Knödler am Kontrabass, entstand bereits während des gemeinsamen Jazz Studiums in Dresden. Damalig als „Tristano in Mind“ ergründete das Quartett die musikalische Welt um den eigensinnigen introvertierten Pianisten Lennie Tristano, dessen Spiel geprägt ist von filigranen, ungewöhnlichen Melodien und kammermusikalischem Gestus.
Wenn das Quartett heute unter anderem Stücke von Thelonious Monk, Mal Waldron oder Joe Henderson spielt, scheint immer noch die in sich gekehrte, sensible und soft pulsierende Tristano-Affinität durch, die sich aber mit dem strahlenden Ton des Saxophonisten und der Risikobereitschaft der Band nach außen kehrt.